Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Am Fenſter wurden einige Worte geflüſtert, welche Thibault nicht verſtehen konnte.

Aber indem er den Vorhang ein wenig öffnete, ſah er in der Dunkelheit eine rieſige Geſtalt, die durchs Fenſter zu klettern ſchien.

Jetzt fiel ihm ſein Abenteuer mit dem Unbekann⸗ ten wieder ein, deſſen Mantel er nicht loslaſſen ge⸗ wollt, und den er ſich ſo glücklich mit einem Stein⸗ wurf auf die Stirne vom Halſe geſchafft hatte.

Bei genauerem Orientiren ſchien es ihm, als ſei dies daſſelbe Fenſter, von welchem der Rieſe ſich auf ſeine Schultern hinabgelaſſen habe.

Dieſe Vermuthung war übrigens logiſch.

Wenn ein Mann zu dieſem Fenſter aufſtieg, ſo hatte wohl auch ein Mann aus demſelben hinabſtei⸗ gen können.

Und wenn ein Mann hinabgeſtiegen war, ſo war dies, wollte er nicht anders der Frau Amtmännin ſehr umfaſſende Bekanntſchaften und große Mannig⸗ faltigkeit des Geſchmacks zutrauen, wahrſcheinlich der Mann, der jetzt heraufſtieg.

Kurz und gut, wer nun auch der nächtliche Be⸗ ſucher ſein mochte, Frau Suſanna ſtreckte ihre Hand nach der Erſcheinung aus, welche ſo plump ins Zim⸗ mer ſprang, daß der Boden zitterte und alle Möbel wackelten.

Offenbar war die Erſcheinung kein Geiſt, ſondern ein Körper, und zwar gehörte der Körper zur Cate⸗ gorie der ſchweren Körper.

„O habt Acht, gnädiger Herr,“ flüſterte Frau Suſanna;„ſo gut mein Mann auch ſchläft, ſo könntet