Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Er warf einen flüchtigen Blick im Zimmer um⸗ her und ſah zu ſeiner Rechten das Kamin, dieſem gegenüber ein Canapee mit großem Spiegel; hinter ſich, auf der Seite des Kamins, das Bett mit einem Lampasüberwurf; vor ſich, auf der Seite des Cana⸗ pees, ein Tollettentiſchchen, worauf eine Maſſe Spitzen lagen, und endlich zwei große Fenſter mit Vorhängen.

Er verbarg ſich hinter den Vorhängen des einen Fenſters und wählte zu dieſem Zweck inſtinctmäßig dasjenige, das am weiteſten vom Zimmer des Che⸗ herrn entfernt war.

Nach einer Viertelſtunde, während welcher Thi⸗ baults Herz ſo ſtark pochte, daß ſeine Schläge ihn — ein unglückſeliges Vorzeichen!— an das Ticketack der Mühle von Coyolles erinnerten, kam Frau Su⸗ ſanna in ihr Zimmer.

Thibaults erſter Plan war geweſen, ſobald Frau Suſanna hereingekommen wäre und die Thüre hinter ſich zugemacht hätte, aus ſeinem Verſteck hervorzu⸗ treten, ſich zu ihren Füßen zu werfen und ihr ſeine Liebe zu erklären.

Aber er dachte, daß Madame Magloire vielleicht, in ihrer Ueberraſchung und bevor ſie ihn erkannt hätte, einen verrätheriſchen Schrei nicht zu unter⸗ drücken vermöchte, und deßhalb hielt er es für beſſer, erſt dann vorzutreten, wenn Herr Magloire ganz ſicher eingeſchlafen wäre.

Vielleicht daß ihn zu dieſem Aufſchub auch jenes Gefühl beſtimmte, das ſelbſt den entſchloſſenſten Mann veranlaßt, den entſcheidenden Augenblick immer noch ein wenig fern zu wünſchen, zumal wenn dieſer