Er fand, daß das exotiſche Getränke einem hüb⸗ ſchen kleinen vaterländiſchen Chablis nicht gleichkam.
Aber als Herr Magloire ihm geſagt hatte, daß er in Folge dieſes Wundertrankes binnen einer Stunde einen grimmigen Appetit verſpüren würde, da machte er keine Bemerkung mehr, ſondern half dem Amtmann getreulich ſeine Flaſche leeren.
Frau Suſanna ihrerſeits war auf ihr Zimmer zurückgegangen, um das zu machen, was die Damen eine kleine Toilette nennen, und was gewöhnlich nichts Anderes als ein vollſtändiger Decorations⸗ wechſel iſt.
Bald nahte die Eſſensſtunde.
Frau Suſanna kam von ihrem Zimmer herab.
Sie war blendend in ihrem ſchönen, mit Cantille geſtickten, grauen Damaſtkleid, und die verliebten Aufwallungen, welche ſie bei Thibault hervorrief, ließen den Holzſchuhmacher nicht an die Verlegenheit denken, in die er nothwendig gerathen mußte, wenn er zum erſten Mal in ſo ſchöner und ſo ariſtokrati⸗ ſcher Geſellſchaft ſchmauste.
Thibault biß ſich, zu ſeinem Lob ſei es geſagt, nicht ganz ſchlecht heraus.
Er gab nicht bloß redlich ſeiner ſchönen Wirthin Blick um Blick zurück, ſondern er hatte auch ſein Knie ein wenig dem ihrigen genähert und erlaubte ſich einen ſanften Druck auf daſſelbe.
Auf einmal und während Thibault ſich gerade dieſer Beſchäftigung hingab, heftete Frau Suſanna, die ihn bisher zärtlich angeſchaut hatte, ihre Blicke ganz ſtarr auf ihn.
Dann öffnete ſie den Mund und brach in ein


