Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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wäre, eine ſolche Umwandlung zu erlauben; aber abgeſehen davon, gab es keine Tugend, welche Su⸗ ſanna nicht beſaß, und ihre Tugenden wurden über⸗ dies, wenn man dem Amtmann glauben durfte, auf ſo ausgezeichneten Füßen getragen, daß, wenn ſie durch irgend ein Unglück einen davon verloren hätte, im ganzen Bezirk kein zu dem überbliebenen paſſen⸗ der zu finden geweſen wäre.

Der gute alte Herr glich den ächten Wallfiſchen: er blies ſein Glück zu allen ſeinen Luftlöchern aus, wie dieſe das Seewaſſer.

Aber ſchon ehe er von all ihren geheimen Voll⸗ kommenheiten unterrichtet wurde, welche der Amt⸗ mann, ein zweiter König Candaulos, dem modernen Gyges zu enthüllen bereit war, hatte die Schönheit der Amtmännin auf unſern Holzſchuhmacher einen ſo tiefen Eindruck hervorgebracht, daß er, wie wir bereits geſehen, auf dem ganzen Weg in Gedanken verſunken geblieben war, und daß er, ſeit er bei

Tiſche ſaß, noch immer von dieſer Schönheit träumte

und lautlos, aber wohlverſtanden ohne das Eſſen

zu vergeſſen, den begeiſterten Phraſen lauſchte, welche der über einen ſo gefälligen Hörer entzückte alte

Herr an einander reihte, wie man die Perlen zu Roſenkränzen an einander reiht.

Inzwiſchen begann der würdige Amtmann nach ſeiner zweiten Kellerreiſe, die ihm einen ſogenannten Knoten an die Zunge gemacht hatte, jene ſeltene Eigenſchaft, welche Pythagoras von ſeinen Schülern forderte, etwas beſſer zu würdigen.

Demgemäß gab er Thibault zu verſtehen, daß er ihm ſo ziemlich Alles geſagt habe, was er ihm über