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voll Sanftmuth und Zärtlichkeit, und ein ſo üppiges blondes Haar, daß es trotz der ſchlechten ſchwarzen Leinwandhaube, die ihren Kopf bedeckte, von allen Seiten herabwallte.
Obſchon das Coſtüm der ſchönen Bittſtellerin im
höchſten Grad beſcheiden war und aus ganz einfachem Linnen beſtand, ſo bemerkte doch Herr Jean alles das, und da er hübſchen Geſichtern keineswegs ab⸗ hold war, ſo beantwortete er den beredten Blick der reizenden Bauerndirne mit einem Lächeln.
Da er ſie aber bloß anſah, ohne ihr laut zu antworten, und da die Prügelei inzwiſchen ihren Fortgang nahm, ſo fuhr ſie mit noch flehentlicheren Geberden fort:
„Gnade, um's Himmels willen, geſtrenger Herr! Sagt Euern Leuten, daß ſie dieſen armen Mann gehen laſſen, denn ſein Geſchrei zerreißt mir das Herz.“
„Tauſend Karrenvoll grüne Teufel!“ antwortete der Wolfsjäger;„Du intereſſirſt Dich alſo für die⸗ ſen Kerl, mein ſchönes Kind? Iſt er denn Dein Bruder?“
„Nein, gnädiger Herr.“
„Dein Vetter?“
„Nein, gnädiger Herr.“
„Dein Geliebter?“
„Mein Geliebter? Ew. Gnaden belieben zu ſcherzen.“
„Warum denn nicht? In dieſem Fall, mein ſchönes Kind, geſtehe ich, daß ich ihn beneiden würde.“
Das Mädchen ſchlug die Augen nieder.


