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Dann zeigte er dem Holzſchuhmacher einen klei⸗ nen Holzſchuh, der in den Griff eingeſchnitten war und die Beſtimmung hatte, daß Thibault ſein Eigen⸗ thum daran erkennen ſollte.
Dieſer Holzſchuh war ſein Zeichen als Hand⸗ werksgeſell.—
„Ha, ha, Schlingel,“ ſagte der Wolfsjägermeiſter, „ſieh, dieſes Ding da zeugt furchtbar gegen Dich. Weißt Du auch, daß dieſer Spieß verdammt nach Wild ſchmeckt? Ich habe Dir alſo bloß noch Fol⸗ gendes zu ſagen: Du haſt gewildert, und das iſt ein grobes Verbrechen; Du haſt einen Meineid geſchwo⸗ ren, und das iſt eine grobe Sünde; deßhalb wollen wir Dich jetzt zum Heil Deiner Seele, bei welchem Du geſchworen haſt, für alles das büßen laſſen.“
Darauf wandte er ſich gegen den Oberrüden⸗ knecht zurück und ſprach:
„Markotte, nimm zwei Koppeln und binde mir dieſen Geſellen da, nachdem Du ihm Wamms und Hemd ausgezogen, an einen Baum; dann miß ihm mit Deinem Schultergehänge ſechsunddreißig Hiebe auf, ein Dutzend für den Meineid und zwei Dutzend für das Wildern; doch nein, damit ich's recht ſage, im Gegentheil ein Dutzend für das Wildern und zwei Dutzend für den Meineid; wir müſſen dem lie⸗ ben Gott den Vorrang laſſen.“
Dieſer Befehl war ein freudiges Ereigniß für das Bedientenpack, das laut aufjubelte, einen armen Sünder zu haben, an dem es ſeinen Aerger über das heutige Mißgeſchick auslaſſen konnte.
Vergebens betheuerte und ſchwor Thibault bei allen Heiligen im Kalender, daß er weder einen


