Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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als der edle Herr von Vez ſein Pferd emporriß und ſpornte, ſo daß es mit einer einzigen Flucht neben den Holzſchuhmacher zu ſtehen kam, der im ſelben Augenblick einen wüthenden Hieb mit dem Peitſchen⸗ ſtiel über den Kopf erhielt.

Betäubt taumelte er vorwärts, verlor das Gleich⸗ gewicht und würde eben mit dem Geſicht auf die Erde gefallen ſein, wenn nicht der Baron Jean ſei⸗ nen Fuß aus dem Steigbügel gezogen und ihm einen ſo derben Tritt auf die Bruſt verſetzt hätte, daß der arme Teufel nicht blos wieder emporſchnellte, ſondern ſogar eine ganz andere Richtung nahm und rücklings gegen die Thür ſeiner Hütte fiel.

„Siehſt Du,“ ſagte der Baron, indem er ihn

zuerſt mit dem Peitſchenſtiel und dann mit dem Fuß⸗ tritt bedachte,„das haſt Du für Dein Lügen und das für Dein Spotten.“

Ohne ſich weiter um Thibault zu bekümmern, der alle Viere von ſich ſtreckte, gab Herr Jean jetzt, da er bemerkte, daß ſeine Meute ſich auf Marcaſſino's Gebell wieder geſammelt hatte, ſeinen Hunden ein luſtiges Hornſignal und ritt in kurzem Galopp davon.

Thibault ſtand mit großen Schmerzen wieder auf und befühlte ſich von Kopf zu Fuß, um ſich zu über⸗ zeugen, ob er nichts gebrochen habe.

„Schon gut,“ ſagte er, nachdem er ein Glied ums andere geſtreichelt hatte,„ich bin noch zufrieden, daß ich weder oben noch unten etwas gebrochen habe. Ha, Herr Baron, ſo gehet Ihr alſo mit den Leuten um, weil Ihr die Baſtardtochter eines Prin⸗ zen geheirathet habt? Aber obſchon Ihr Wolfsjäger⸗ meiſter und ein gewaltiger Nimrod ſeid, ſo ſollt Ihr