Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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ben, alle ſeine Möbel, vom erſten bis zum letzten, verkaufte und mit dem Erlös, der ſich auf 540 Fran⸗ ken belief, die ſogenannte Tour durch Frankreich zu machen beſchloß.

Thibault blieb drei Jahre unterwegs. Er hatte auf ſeiner Wanderſchaft kein Glück gemacht, aber er hatte Mancherlei gelernt, was er noch nicht gewußt, und ſich Talente erworben, die er noch nicht beſeſſen hatte.

Er hatte gelernt, daß es zwar ſchicklich und räth⸗ lich ſein möge, einem Geſchäftsmann gegenüber ſein Wort einzulöſen, daß es aber ganz und gar unnöthig ſei, einem Mädchen einen Liebesſchwur zu halten.

So viel von ſeiner moraliſchen Ausbildung.

Was ſeine phyſiſche Entwickelung betraf, ſo war er ein Meiſter im Guiguentanz geworden, hatte das Stockfechten ſo gut gelernt, daß er ſich gegen vier Mann vertheidigen konnte, und führte den Spieß trotz dem beſten Jägerburſchen.

Alles das hatte nicht wenig dazu beigetragen, Thibaults angebornen Stolz noch zu vergrößern, und da er ſah, daß er ſchöner, kräftiger und gewandter war, als mancher Adelige, ſo fragte er die Vorſehung: „Warum bin ich nicht als Edelmann geboren wor⸗ den, und warum iſt dieſer und jener Edelmann nicht als Bauer auf die Welt gekommen?“

Aber da es der Vorſehung gar nicht einfiel, auf Thibaults Interpellationen Rede zu ſtehen, da er ferner mit ſeinem Tanzen, Stockfechten und Spieß⸗ werfen ſich nur ermüdete, ohne für ſeines Leibes Nothdurft und Nahrung zu ſorgen, ſo dachte er zu⸗ letzt wieder an ſein altes beſcheidenes Handwerk und