Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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zählen will, ſchlechterdings einen der wirklichen Be⸗ wohner deſſelben nehmen mußte, da ich keine Fanta⸗ ſiebilder, wie die Incas des Herrn von Marmontel oder die Abencerragen des Herrn von Florian, zum Beſten geben möchte.

Ferner nimmt der Autor ſein Sujet nicht, ſon⸗ dern das Sujet nimmt ihn, und ſo iſt es mir mit dieſem ergangen, mag man es nun gut oder ſchlecht finden.

Ich will alſo ein Bild des Holzſchuhmachers Thibault zu entwerfen verſuchen, und werde auf das Conterfei dieſes ganz ſimpeln Sterblichen ſo viel Fleiß verwenden, als ein Maler auf ein Portrait, das ein regierender Fürſt ſeiner Braut ſchicken will.

Thibault war ein Mann von fünf⸗ bis ſieben⸗ undzwanzig Jahren, groß, ſchlank, kräftig, aber mit einer nakürlichen Hinneigung zur Wehmuth. Dieſe Wehmuth entſprang bei ihm aus einer kleinen Doſis Neid, den er, vielleicht ohne Willen und Wiſſen,

gegen ſeinen vom Glück mehr begünſtigten Neben⸗

menſchen empfand.

Sein Vater hatte einen Fehler begangen, der zu allen Zeiten ſchwer iſt, aber in jener Epoche des Abſolutismus, wo Niemand ſich über ſeinen Stand emporzuſchwingen vermochte, noch weit ſchwerer war, als in unſerer Zeit, wo ein fähiger Burſche es zu Allem bringen kann.

Er hatte ihm eine Erziehung geben laſſen, die weit über ſeine ſociale Stellung hinausging. Thibault war beim Abbé Fortier, dem Lehrer von Villers⸗ Coterets, in die Schule gegangen; er konnte leſen,