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Trotz meiner Jugend war ich, wie ich in meinen Memeiren erzählt habe, bereits ein leidenſchaftlicher Jäger.
Nur jagte ich, im eigentlichen Sinne des Wor⸗ tes, blos dann, wenn mein Vetter, Herr Deviolaine, der Waldinſpector von Villers⸗Coterets, die Güte hatte, mich abzuholen und mir bei meiner Mutter die Erlaubniß zu erbitten.
In der übrigen Zeit verlegte ich mich aufs Wildern.
Ich beſaß zu dieſem gedoppelten Jägers⸗ und Wilderers⸗Beruf eine allerliebſte einläufige Flinte, die früher der Fürſtin Borgheſe gehört hatte, deren Nämen auch eingravirt war.
Ich war noch ein ganz kleiner Junge geweſen, als mein Vater ſie mir geſchenkt hatte, und bei der Auction nach ſeinem Tod hatte ich ſie mit ſolchem Eifer in Anſpruch genommen, daß ſie nicht mit den übrigen Waffen, ſowie den Pferden und Wagen ver⸗ kauft wurde. Die Zeit meiner Freuden war der Winter.
Im Winter bedeckt ſich die Erde mit Schnee, und die Vögel, die kein Futter mehr aufzufinden wiſſen, ſammeln ſich da, wo man ihnen Körner hinwirft.
Einige alte Freunde meines Vaters, die große und ſchöne Gärten beſaßen, erlaubten mir dann in dieſen Gärten Vögel zu ſchießen.
Ich fegte den Schnee weg, ſtreute einen langen Streifen Körner hin und feuerte dann aus irgend einem Verſteck in halber Flintenſchußweite; ich töd⸗ tete manchmal ſechs, acht, ja zehn Vögel auf einen Schuß.


