Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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mir leiſe geſagt haſt, möchte ich Dir rathen, einige Beweiſe herzuſchaffen.“

„Beweiſe! warum nicht gar? Als ob nicht jedes Kind im Dorf wüßte, daß ſie in ihrer Jugend die Zu⸗ hälterin des Wolfsführers Thibault geweſen iſt!“

„Ei der Teufel, Mocquet, da mußt Du Dich wohl in Acht nehmen.“

„Das thue ich auch, und ſie ſoll mirs büßen, der alte Maulwurf.“

Alter Maulwurf war ein Ausdruck, den Moc⸗ quet von ſeinem Freund, dem Gärtner Pierre, ent⸗ lehnte, der keinen ärgern Feind hatte als den Maul⸗ wurf und deßwegen Alles, was er verabſcheute, mit dieſem Namen belegte.

„Du mußt Dich in Acht nehmen,“ hatte mein Vater geſagt.

V.

Nicht als ob mein Vater an Mocquets Alp oder überhaupt an einen Alp geglaubt und im ſpeciellen Fall angenommen hätte, daß die alte Durand ſeinen Waldſchützen gealpt habe; nein, aber er kannte die Vorurtheile unſerer Bauern und wußte, daß der Glaube an Hexerei auf dem Lande noch ſehr gäng und gäbe iſt. Er hatte von verſchiedenen furchtbaren Racheacten von Seiten ſolcher Behexten gehört, welche durch Ermordung des betreffenden Hexenmeiſters oder der betreffenden Hexe den Zauber zu brechen geglaubt hatten, und Mocquet hatte, als er die alte Durand bei meinem Vater verklagte, einen ſolch drohenden