III.
Phyſiſch war Mocquet ein Vierziger, kurz, unter⸗ ſetzt, breitſchulterig und ſtarkknochig.
Er war ſonnverbrannt, hatte kleine ſtechende Augen, graumelirte Haare und einen ſchwarzen Backen⸗ bart, der am Hals zuſammenlief.
Er erſcheint mir im Hintergrund meiner Erin⸗ nerungen mit einem Dreiſpitz, einem grünen Wamms mit Silberknöpfen, kurzen Sammthoſen, langen leder⸗ nen Gamaſchen, einer Jagdtaſche über der Schulter, einer Flinte im Arm und einem kurzen Thonpfeifchen im Mund.
Verweilen wir einen Augenblick bei dieſem Pfeifchen.
Daſſelbe war kein bloß zufälliges Anhängſel, ſondern ein integrirender Beſtandtheil von Mocquet geworden. 3
Nie konnte Jemand ſagen, daß er Mocquet ohne ſein Pfeiſchen geſehen habe.
Wenn Mocquet ſein Pfeiſchen zufällig einmal nicht im Munde hatte, ſo hielt er es in der Hand.
Dieſes Pfeiſchen, das die Beſtimmung hatte, Mocquet bis ins dichteſte Gebüſch zu begleiten, durfte den feſten Körpern, die ſeine Vernichtung herbei⸗ führen konnten, ſo wenig als möglich Blöße bieten.
Nun war die Vernichtung einer gut angerauchten Pfeife für Mocquet ein Verluſt, den nur die Jahre erſetzen konnten.
Darum war auch das Rohr an Mocquets Pfeif⸗ chen nie über fünf bis ſechs Linien lang, und von dieſen fünf oder ſechs Linien konnte man immer drei auf eine Federröhre rechnen. 3—


