Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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und Kupfer, welches ſeine Arme über den Betpult ausſtreckte.

Mary ſah nichts von all' dem.

Anf dem Bett lag eine Frau, deren Geſicht die Farbe und Durchſichtigkeit des Wachſes angenom⸗ men hatte, deren farbloſe Lippen bereit ſchienen, ihren letzten Seufzer auszuhauchen.

Dieſe Frau war, oder vielmehr Dieß war Ber⸗ tha geweſen.

Jetzt war es nichts mehr als die Schweſter Sainte⸗Marthe, die Oberin des Kloſters der Carme⸗ literinnen, bald ſollte es nur noch eine Leiche ſein.

Als ſie die Fremde eintreten ſah, hatte die Sterbende die Arme geöffnet, und Mary ſich hinein⸗ geſtürzt.

Lange Zeit hielten ſich beide eng umſchlungen, Mary mit Thränen das Geſicht Bertha's benetzend, welche nur keuchte, denn in ihren von der Strenge des Kloſters ausgehöhlten Augen gab es dem An⸗ ſchein nach keine Thränen mehr.

Die Pförtnerin, welche auf dem Stuhl ſaß und ihr Brevier las, war mit ihrem Gebet nicht ſo ganz beſchäftigt, daß ſie nicht bemerkte, was um ſie vorging.

Sie fand ohne Zweifel, daß die Umarmung ſich über die erlaubten Regeln verlängerte, denn ſie hu⸗ ſtete, um die beiden Schweſtern aufmerkſam zu machen.

Die Mutter Sainte⸗Marthe drängte Mary ſanft zurück, aber ohne ihre Hand fahren zu laſſen, welche ſie in der ihrigen drückte.

Schweſter! Schweſter! rief dieſe,wer hätte

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