Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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Die junge Frau ſtieg auf den Kutſchentritt, ſprang herab und klopfte an das Thor.

Der Schall des Klopfers gab einen Trauerton von ſich, als er an dem Gewölbe zurückprallte.

Auf dieſes Geräuſch erſchien eine Schweſter Pförtnerin, zu öffnen.

Schweſter Sainte⸗Marthe, ſagte die Dame.

Sie ſind die Perſon, welche unſere Mutter er⸗ wartet? fragte die Carmeliterin.

Ja, meine Schweſter.

Dann kommen Sie zu ihr; aber erinnern Sie ſich, die Regel will, daß Sie ſich, obwohl dieſelbe un⸗ ſere Superiorin iſt, nur in Gegenwart einer der Schweſtern mit ihr unterhalten; ſie verbietet vor⸗ nehmlich, daß Sie mit ihr ſelbſt in dieſem Augen⸗ blick von weltlichen Dingen, welche ſie hinter ſich gelaſſen hat, reden.

Mary neigte das Haupt.

Die Pförtnerin ſchritt voran und führte die Baronin de La Logerie über einen düſtern und feuchten Corridor, auf welchen ein Dutzend Thüren gingen; ſie machte eine dieſer Thüren auf und trat zur Seite, um Mary vorbei zu laſſen.

Dieſe zauderte einen Augenblick; ſie erſtickte faſt vor Aufregung, ſammelte aber dann ihre Kräfte wieder, trat über die Schwelle und befand ſich in einer Zelle von etwa acht Fuß im Quadrat.

In dieſer Zelle gab es keine andern Meubel, als ein Bett, einen Stuhl und ein Betpult, ſtatt alles Schmucks nur einige Heiligenbilder, an die nackten Wände geklebt, ein Crucifix von Ebenholz