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bunden wareſt, auch dieſes Mal wird meine Hand Dich verſchonen, Meiſter Courtin; wenn Dein guter Engel Dir wohl will, ſo rette er Dich; Dein Leben iſt in ſeinen Händen; ich werde die meinigen nicht in dein Blut getaucht haben.
Courtin hatte ſich, während Jean Oullier dieſe Worte ſprach, erhoben und lief in der Barke hin und her, daß das Waſſer um ihn aufſpritzte.
Jean Oullier, ruhig, unempfindlich, hatte ſich im Vordertheil auf die Kniee geworfen. Er betete.
Das Waſſer ſtieg immer.
„O! wer wird mich retten! wer wird mich ret⸗ ten!“ rief Courtin, der leichenblaß wurde, als er mit Schrecken die ſechs Zoll Holz anſah, die kaum noch über die Oberfläche des Waſſers hervorragten.
„Gott, wenn er will! Dein Leben, wie das meinige, iſt in ſeinen Händen; er nehme das eine oder das andere, das Deinige oder das meinige, er rette uns, oder verdamme uns beide; wir ſind in ſeiner Rechten. Noch einmal, Meiſter Courtin, empfange ſein Gericht.“
Kaum hatte Jean Oullier dieſe Worte ausge⸗ ſprochen, ſo krachte das Boot in allen ſeinen Glie⸗ dern; das Waſſer war bis zur oberſten Planke geſtiegen; die Barke drehte ſich einmal um ſich ſelbſt, hielt ſich noch eine Sekunde auf der Ober⸗ fläche des Waſſers, gab dann unter den Füßen der beiden Männer nach und verſank mit einem dum⸗ pfen Gemurmel in den Tiefen des See's.
Courtin wurde in den Wirbel der Barke hinein⸗ gezogen, aber er erſchien wieder an der Oberfläche des Waſſers und ſeine Finger erfaßten das zweite


