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eine leichte Briſe bemalte die Oberfläche des See's mit den Farben des Regenbogens; kaum kräuſel⸗ ten ſich ſeine ſanften Wellen längs des Bootes; man hörte nur den Ruf des wilden Waſſergeflügels, das vor der Barke auffuhr und deſſen Körper auf den Purpurſaum der Morgenröthe, welche allmälig im Oſten erſchien, ſchwarze Flecken warfen.
Jean Oullier drehte ſich raſch zu Courtin und ſchüttelte ihn am Arm.
„Meiſter Courtin, ich will Dich nicht tödten, ohne auch meinen Theil an der Gefahr zu haben,“ ſprach er zu ihm;„Meiſter Courtin, ich werde Dich zur Vertheidigung zwingen, wenn nicht gegen mich, wenigſtens gegen den Tod! Er kommt, er naht ſich, Meiſter Courtin, vertheidige Dich.“
Der Pächter antwortete nur mit einem Seufzer; er rollte die ſtarren Augen hin und her, aber es war leicht zu bemerken, daß ſein Blick keinen der ihn umgebenden Gegenſtände unterſchied. Der ſchreckliche, gräßliche, drohende Tod verwiſchte ſie alle.
In demſelben Augenblick gab Jean Oullier der Bootsverkleidung einen kräftigen Ferſenſtoß. Die halbverfaulten Bretter gaben nach und das Waſſer drang brudelnd in das Fahrzeug.
Meiſter Courtin ſprang auf, als er das friſche Waſſer an ſeinen Füßen fühlte.
Er ſtieß einen ſchrecklichen Schrei aus, einen Schrei, der nichts Menſchliches an ſich hatte.
„Ich bin verloren!“ ſagte er.
„Das iſt Gottes Gericht!“ rief Jean Oullier, ſeinen Arm zum Himmel ausſtreckend;„das erſte Mal habe ich Dich nicht geſchlagen, weil Du ge⸗
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