Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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ary, eine wei⸗ ver⸗ men ohl⸗ anke

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ich meine Kraft. Ich habe, ohne die Augen nie⸗

derzuſchlagen, einen Blick ausgehalten, der mir ſonſt den Kopf zur Erde gedrückt und die Knie entzwei gebrochen hätte. Ich habe Alles meiner Mutter geſagt, und meine Mutter hat mir geſagt: zich ſehe wohl, daß Du ein Mann biſt, thue nach Deinem Willen! Und mein Wille iſt dieſer: mich ganz Dir zu weihen, aber auch, Dich mein zu nennen. Siehe doch, zu welchem thörichten Kampf Du mich verpflichtet haſt. Ich, Bertha's Gatte! Stelle Dir es einen Augenblick vor; es gäbe keine Todesqual für die arme Creatur, die der meinigen gleich wäre. Man hat mir in meiner Kindheit von jenen repu⸗ blikaniſchen Hochzeiten erzählt, wo Carrier, der Mann blutigen Andenkens, einen Lebenden und ei⸗ nen Leichnam zuſammenband und beide in die Loire warf. Nun! Mary, das wäre unſere Verbindung; und Du, Mary, die Du unſere Todesqual mit an⸗ ſeheſt, würdeſt Du glücklicher ſein, als wir, ſprich? Nein, ich bin entſchloſſen, entweder ſehe ich Bertha

nie wieder, oder erkläre ich ihr, wie Petit⸗Pierre

meine thörichte Furchtſamkeit mißbraucht hat, wie der Muth mir gefehlt hat, ihr die Wahrheit zu erklären, während es noch Zeit war; kurz, ich werde ihr nicht ſagen, daß ich ſie nicht liebe, aber ich werde ihr ſagen, daß ich Dich liebe.

Mein Gott! rief Mary,aber wiſſen Sie, daß es ihr den Tod bringen wird, Michel, wenn Sie das thun?

Mary, es wird Bertha nicht den Tod bringen, ſprach hinter ihnen die Stimme Petit⸗Pierre's, der heraufgekommen war, ohne daß ſie es hörten.