Teil eines Werkes 
5. Bd. (1858)
Entstehung
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geben hatte, trug ihre Früchte, und Michel war entſchloſſen, zu warten und, ehe er Jemand fragte, zu prüfen. Fünf oder ſechs Arme hatten ſich, ehe ſie das Portal verließen, wo ſie die Gläubigen um ein Almoſen bittend, ihren Tag zugebracht, unter der Orgel niedergeworfen, um ihr Abendgebet zu ſprechen.

Ohne Zweifel war unter ihnen der Vater Euſtache.

Vater Euſtache hatte als Hauptfunction, das Weihwaſſer mit einem Sprengwedel zu präſentiren.

Allein es war ſchwer, den Vater Euſtache zu erkennen, denn außer zwei oder drei Frauen, welche völlig in ihre, mit tauſendfarbigen Flecken beſäeten Mäntel vermummt waren, gab es drei Bettler da⸗ ſelbſt, von denen jeder den Weihwedel in der Hand hielt.

3 Jeder der drei Alten konnte alſo der ſein, wel⸗ chen Michel ſuchte. Glücklicher Weiſe hatte der Baron ein Erkennungszeichen.

Er nahm den Stechpalmenzweig, den er auf ſeinen Hut geſteckt und den ihm Bertha als ein Zeichen, woran er Vater Euſtache erkennen würde, angedeutet hatte, und ließ ihn vor der Thüre zur Erde fallen.

Zwei der Bettler traten mit dem Fuß darauf, ohne ihm die geringſte Aufmerkſamkeit zu ſchenken.

Der dritte, ein kleiner, vertrockneter, dünner Greis, deſſen übermäßige Naſe entſchloſſen unter der ſchwarzſeidenen Mütze hervortrat, machte eine Bewegung, als er die grünen Blätter auf der Steinplatte bemerkte, und ſchaute unruhig um ſich.

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