Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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und wohin er Dich auch führt, hält Dich diejenige lieb und werth und in Chren, welche Dich aus ei⸗ nem Schwachen ſtark, aus einem Unwiſſenden kennt⸗ nißreich, aus einem Blinden ſehend gemacht hat. Swerſtehe ich die Gewalt, welche die Mutter über ihren Sohn hat, ſo verſtehe ich die Achtung, welche der Söhn für eine Mutter hat.

Die Baronin blieb wie betäubt; ſie hätte eher den Einſturz der Welt, als dieſe feſte, auf Gründe geſtützte Sprache erwartet.

Sie ſchaute ihren Sohn mit größtem Erſtau⸗ nen an.

Stolz und ſelbſtzufrieden gab ihr Michel den Blick zurück, ruhig und ein Lächeln auf ſeinen Lippen.

Alſo, ſagte ſie endlich,vermag Nichts von Deiner Thorheit Dich abzubringen?

Das heißt, Mutter, nichts vermag mich meinem Worte untreu zu machen.

O! rief ſie, die Hände vor die Augen legend, was für eine unglückliche Mutter bin ich!

Michel warf ſich wieder vor ihr auf die Kniee.

Und ich ſage: was für eine glückliche Mutter wirſt Du an dem Tage ſein, wo Du das Glück Deines Sohnes machſt.

Aber was haben ſie denn ſo Verführeriſches, dieſe Wölfinnen? rief die Baronin.

Mit welchem Namen Du auch die benennen magſt, welche ich liebe, ſagte Michel,will ich Dir doch antworten: Die, welche ich liebe, hat alle Ci⸗ genſchaften, welche ein Mann an ſeiner Frau ſuchen muß; es ſteht uns nicht an, Mutter, die wir ſo viel von Verleumdung gelitten haben, ſo leicht, wie