Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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gelernt. Ich habe hauptſächlich gelernt, daß es gewiſſe Augenblicke gibt, welche über das Glück oder die Verzweiflung eines ganzen Lebens entſchei⸗ den, und ich befinde mich in einem dieſer Augen⸗ blicke, Mutter.

Und Du willſt über meine Verzweiflung ent⸗ ſcheiden!

Nein, ich will mit Dir als Mann reden, das iſt Alles. Verwundere Dich darüber nicht. Als Kind mitten unter die Ereigniſſe geworfen, trete ich als Mann daraus hervor. Ich kenne die Pflich⸗ ten, welche ich gegen meine Mutter zu erfüllen habe; dieſe Pflichten ſind die Achtung, Zärtlichkeit, Dankbarkeit, und dieſe Pflichten, ich werde nie da⸗ von abweichen. Aber auf dem Uebergang vom Jüngling zum Mann gibt es unbekannte Horizonte, welche ſich darſtellen und erweitern, in dem Maaße, als man ſich höher erhebt. Am Eintritt in dieſe Horizonte warten die Pflichten, welche denen der Jugend nachfolgen, und knüpfen ihn nicht ausſchließ⸗ lich mehr an die Familie, ſondern an die Geſellſchaft. Auf dieſem Punkt des Lebens angekommen, ſtreckt er, wenn er noch die Wange ſeiner Mutter bietet, bereits die Hand nach einer andern Frau aus, welche die Mutter ſeiner Kinder ſein wird.

Ah! machte die Baronin, von ihrem Sohne durch eine Bewegung, ſtärker als ſie ſelbſt, zurück⸗ weichend.

Wohlan! Mutter, ſprach der junge Mann, indem er aufſtand,dieſe Hand, ich habe ſie aus⸗ geſtreckt; eine andere Hand hat der meinigen ge⸗

antwortet; dieſe beiden Hände ſind unauflöslich

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