Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Du biſt nichts deſto weniger....

Die Baronin hielt ein, wie wenn ihr Mund ſich weigerte, die nächſten Worte auszuſprechen.

Vollende, Mutter.

Du biſt nichts deſto weniger verurtheilt....

Verurtheilt zum Tode, ich weiß es.

Wie, Du weißt es, unglückliches Kind! und biſt ſo ruhig?

Ich ſage Dir, Mutter, ſo lange ich bei Cour⸗ tin bin, glaube ich nichts zu fürchten zu haben.

Er iſt Dir alſo gut, der Mann 2

Er iſt ganz einfach eine zweite Vorſehung. Er hat mich verwundet und ſterbend vor Hunger aufgenommen. Er hat mich in ſein Haus gebracht und nährt und verbirgt mich ſeit dieſer Zeit.

Ich geſtehe, ich hatte Vorurtheile gegen dieſen Mann.

Nun, Mutter, Du hatteſt Unrecht.

Es ſei; ſprechen wir von unſern Angelegen⸗ heiten, liebes Kind. So gut Du hier verborgen biſt, kannſt Du doch nicht hier bleiben.

Warum das?

Weil es nur einer Unklugheit, einer Indiscre⸗ tion bedarf, Dich zu verderben.

Michel machte eine Geberde des Zweifels.

Du willſt mich nicht vor Schrecken ſterben laſſen, nicht wahr? ſagte die Mutter.

Nein, und ich höre Dich.

Wohlan! Ich werde vor Schrecken ſterben, ſo lang ich Dich in Frankreich weiß.

Haſt Du, Mutter, an die Schwierigkeiten, es zu verlaſſen, gedacht?