25²
Seinige thun würde, fürs Erſte ſie zu einer Ant⸗ wort an ihn zu bringen, und hernach zur Zurück⸗ nahme ihres früheren Entſchluſſes zu bewegen.
Dieß dauerte ſo ſechs Wochen lang.
Nach Verlauf dieſer ſechs Wochen ging es mit Michel entſchieden beſſer; ſeine Wunde war ver⸗ narbt und ſeine Kraft allmälig zurückgekehrt. Die Nähe des Poſtens, den der General nach la Logerie verlegt hatte, hielt ihn von dem Wagniß ab, ſich bei Tag zu zeigen. Aber nach Einbruch der Nacht ging er unter den Bäumen des Obstgartens, auf Bertha's Arm geſtützt, ſpazieren.
Kam dann die Stunde der Rückkehr nach Hauſe für beide, ſo ſtieg Michel wieder in ſeinen Tauben⸗ ſchlag hinauf, und Roſine und Bertha, welche die Wachen zu jeder Stunde des Tags hin und her gehen zu ſehen ſich gewohnt hatten, gingen heim nach Tinguy's Hauſe, von wo Bertha am nächſten Morgen nach dem Frühſtück ſich entfernte, um Mi⸗ chel wieder aufzuſuchen.
Dieſe Abendpromenaden waren Courtin zuwi⸗ der, der, wenn das Geſpräch, das ſich zwiſchen Michel und Bertha entſpann, im Hauſe oder in ihrem Zimmer ſtattfand, immer auf dem Gang ei⸗ nige von den Aufklärungen, auf welche er paßte, aufzuſchnappen hoffte. So that er Alles, um den⸗ ſelben ein Hinderniß in den Weg zu legen, und in der Abſicht, ſie zu deren Unterlaſſung zu bringen, ging er darauf aus, Bertha und Michel alle Abend von der Liſte der Verurtheilungen in Kenntniß zu ſetzen, welche die öffentlichen Blätter, die er als Maire bekam, enthielten.


