Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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halben Meile machen, um mir einen Dienſt zu leiſten?

Gewiß, und mit dem größten Vergnügen, mein lieber Herr Michel, antwortete der Notar.

Dann gehen Sie nach Banloeuvre und über⸗ geben Sie, ich bitte Sie darum, Mademoiſelle Bertha dieſen Brief.

Es ſei! aber um Gotteswillen! ſagte der No⸗ tar erſchrocken,geben Sie mir ihn mit einiger Vorſicht; Sie vergeſſen immer die Umſtände, worin wir uns befinden, und dieſe Vergeßlichkeit bringt mich vor Furcht um.

Wirklich, Sie bleiben nicht auf dem Platz, lieber Herr Loriot, wenn gewiſſe Leute auf der Straße auf uns zu kommen; Sie ſpringen vom Trottoir herob, als ob dieſelben Ihnen die Peſt brächten. Was haben Sie denn? reden Sie doch, Notar.

Ich habe das, daß ich mein Bureau dieſen Augenblick mit dem elendeſten im Departement der Sarthe oder Eure vertauſchen würde, daß ich mich in einer Aufregung befinde, wodurch nothwendig, wenn ſie länger dauert, meine Tage verkürzt wer⸗ den. Ja, Herr Michel, fuhr der Notar mit ge⸗ ſenkter Stimme fort,dieſen Augenblick hat man mir gegen meinen Willen vier Pfund Pulver in die Taſchen geſteckt, und ich gehe nur zitternd über das Pflaſter; jede Cigarre, die ich an mir vorüber gehen ſehe, macht mir Fieber. Nun, Adieu. Keh⸗ ren Sie nach La Logerie zurück, glauben Sie mir.

Michel, deſſen Herzensbeklemmung ſich wie die von Meiſter Loriot jeden Augenblick vergrößerte,