Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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ausgeſetzt ſieht, wie diejenigen, welche uns umge⸗ ben. Ich darf Ihnen nicht verbergen, daß es meine Pflicht war, ihr von dem, was ich als Ihre Ab⸗ ſichten vorausſetzte, Kunde zu geben, und dieſe Pflicht habe ich erfüllt.

Ah! was haben Sie, ihr denn geſagt, Meiſter Loriot? 8

Ich habe ihr klar und deutlich geſagt, daß ich glaube, Sie haben eine ſehr heftige Leidenſchaft für Mademoiſelle Bertha von Souday gefaßt.

Nun gut, rief Michel,auch er!

Und daß Sie, fuhr der Notar fort, ohne die Unterbrechung zu beachten,allem Anſchein nach darauf denken, ſie zu heirathen.

Und was hat meine Mutter gegntwortet? fragte Michel mit ſichtbarer Aengſtlichkeit.

Parbleu! was alle Mütter antworten, wenn man ihnen von einer Heirath ſpricht, die ſie miß⸗ billigen. Aber laſſen Sie einmal mich ſelbſt Sie fragen, mein junger Freund. Meine Stellung als Notar der beiden Familien ſollte mir bei Ihnen einen gewiſſen Einfluß verſchaffen. Haben Sie wohl überlegt, was Sie zu thun im Begriff ſind?

Theilen Sie, fragte Michel dagegen,die Vorurtheile meiner Mutter, oder wiſſen Sie etwas Ehrenrühriges von Mademoiſelle de Souday?

In keiner Weiſe, mein junger Freund, ant⸗ wortete Meiſter Loriot, während Michel unruhig die Fenſter des Hauſes betrachtete, wo Mary ein⸗ getreten war;in keiner Weiſe. Ich halte im Ge⸗ gentheil dieſe Mädchen, die ich ſeit ihrer Kindheit kenne, für die reinſten und tugendhafteſten des Lan⸗

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