Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Auf einmal fühlte er einen leichten Schlag auf ſeinen Arm; er fuhr zuſammen, ſo ſehr war ſein Geiſt an einem ganz andern Ort, als wo ſein Kör⸗ per ſich befand, und er drehte ſich um.

Es war der Notar Loriot, der ihn anredete.

Wie? fragte ihn derſelbe in einem Ton, der ſeine Ueberraſchung erkennen ließ,Sie hier?

Und was liegt ſo Erſtaunliches daran, daß ich in Nantes bin, Meiſter Loriot? fragte Michel.

Halt, reden Sie leiſer und bleiben Sie nicht vor dieſer Thüre aufgepflanzt, als wollten Sie da⸗ ſelbſt Wurzel faſſen; den Rath gebe ich Ihnen.

Aber welche Fliege ſticht Sie denn, Meiſter Loriot? Ich kannte Sie als vorſichtig, aber nicht bis zu dieſem Grad.

Man kann es nie zu viel ſein. Gehen wir ſchwatzend weiter; dieß iſt das Mittel, nicht bemerkt zu werden..

Dann mit ſeinem gewürfelten Taſchentuch über die in Schweiß gebadete Stirne fahrend, fuhr der Notar fort:

Ja wohl, ſchon jetzt compromittire ich mich auf eine ſchreckliche Weiſe.

Ich ſchwöre Ihnen, Meiſter Loriot, daß ich nicht ein Wort von dem, was Sie mir ſagen, ver⸗ ſtehe, erwiderte Michel.

Sie verſtehen nicht, was ich Ihnen ſage, un⸗ glücklicher Jüngling! Sie wiſſen alſo nicht, daß Sie auf der Liſte der Verdächtigen ſtehen und man Befehl gegeben hat, Sie in Verhaft zu nehmen?

Wohl! ſo verhafte man mich! antwortete Mi⸗ chel ungeduldig, indem er verſuchte, den Notar

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