Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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MA

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hervorquoll, ganz von denſelben blonden Haaren geformt, welche die ſchönen blonden Flechten mach⸗ ten, die Michel ſo oft bewundert hatte.

Es war keine Täuſchung möglich, das Land⸗ mädchen und Mary machten eine und dieſelbe Per⸗ ſon aus, und Michels Ueberzeugung in Bezug dar⸗ auf war ſo ſicher, daß er nicht wagte, an ihr vorüber zu gehen, um ſie in der Nähe zu betrachten, wie er bei den andern Bäuerinnen gethan hatte, ſon⸗ dern ſich damit begnügte, quer über die Straße zu ſchreiten.

Wirklich genügte dieſes ſtrategiſche Manöver, ihm den Beweis zu liefern, daß er ſich nicht ge⸗ täuſcht hatte.

Was hatte Mary in Nantes zu thun? Warum, wenn ſie nach Nantes kam, hatte ſie dieſe Verklei⸗ dung gewählt?

Dieß war die Frage, welche Michel ſich vor⸗ legte, ohne ſie löſen zu können; endlich kam er, nachdem er ſich große Gewalt angethan hatte, zu dem Entſchluß, das Mädchen anzureden, als er gegenüber von Nro. 17 derſelben Schloßſtraße an⸗ gelangt, ſie an die Thüre des Hauſes drücken und, wie wenn dieſe Thure nicht geſchloſſen geweſen wäre, in einen Gang treten, die Thüre hinter ſich zuſchlagen und verſchwinden ſah.

Michel gingeraſch auf die Thüre zu; dießmal war ſie geſchloſſen.

Michel blieb auf dem Trottoir in tiefer, ſchmerz⸗ licher Betäubung ſtehen, ohne zu wiſſen, was er jetzt anfangen ſollte, und in der Meinung, geträumt zu haben.