Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Mademoiſelle Bertha, fiel Jean Oullier mit ſpöttiſchem Ton ein;ſeien Sie ruhig.

Ich werde morgen wieder kommen, ſagte Michel, die Schwelle überſchreitend.

Ol geniren Sie ſich nicht; laſſen Sie ſich Zeit, Herr Baron; iſt es nicht morgen, ſo ſei es über⸗ morgen, fuhr Jean Oullier fort, die ſchwere Thüre hinter dem jungen Mann ſchließend.

Das Geräuſch des Thors, das ſich hinter ihm verſperrte, ſchnitt Michel ſchmerzlich ins Herz; er dachte weniger an die Schwierigkeiten der Lage, welcher er entgehen wollte, und mehr an die Tren⸗ nung von Derjenigen, die er liebte.

Es kam ihm vor, als wäre dieſe von Würmern halb zernagte Thüre von Bronze und als träfe er ſie in Zukunft immer wieder zwiſchen dem ſanften Geſicht Marys und zwiſchen ſich.

Dann ſetzte er ſich, wie er im Innern, anſtatt ſich zu entfernen, auf der Pferdekrippe Platz ge⸗ nommen hatte, außen auf das Seitenpflaſter am Weg und begann zu weinen; es gab einen Augen⸗ blick, wo er ohne die Furcht, ſich den Spöttereien Jean Oulliers auszuſetzen, über deſſen Uebelwollen, trotz ſeiner Unerfahrenheit er ſich nicht täuſchen konnte, an dieſe Thüre geklopft und ſich wieder hineinbegeben hätte, wäre es auch nur geweſen, um Mary noch einmal zu ſehen; aber eine Bewe⸗ gung, wir wollten eben ſagen falſcher, ſagen wir beſſer, wahrer Scham hielt ihn zurück, und er ent⸗ fernte ſich, ohne genau zu wiſſen, nach welcher Seite er ſeine Schritte wandte.

Als er der Straße von Légé folgte, bewog ihn

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