Er mochte wollen oder nicht, Bonneville nahm Petit⸗Pierre in ſeine Arme und eilte nun ſeiner⸗ ſeits vorwärts.
Die Worte, welche Gaspard beim Austritt aus dem Souterrain an ihn gerichtet hatte, tönten noch in ſeinem Ohr.
Er fühlte, daß es für einen ſo zarten Körper unmöglich ſei, den heftigen Erſchütterungen, welche er im Laufe der Nacht erfahren hatte, Widerſtand zu leiſten, und hatte ſich entſchloſſen, Allem aufzu⸗ bieten, um das ihm anvertraute Gut ſicher unter⸗ zubringen, er fühlte, daß eine verlorene Minute deſſen Leben in Gefahr ſetzen könne.
Sein Marſch hielt ſich eine Viertelſtunde gleich raſch; ſein Hut fiel; ohne ſich um die Spur zu kümmern, die er zurückließ, nahm er ſich nicht die Mühe, ihn aufzuheben; er fühlte Petit⸗Pierre's Körper in ſeinen Armen ſchaudern; er hörte, wie ihm vor Froſt die Zähne klapperten, und dieſes Geräuſch ſpornte ihn an, wie der Zuruf der Menge das Rennpferd anſpornt und ihm eine übernatür⸗ liche Kraft verleiht.
Aber allmälig erloſch dieſe künſtliche Stärke; ſeine Beine gehorchten Bonneville nur noch durch eine mechaniſche Bewegung; das Blut ſtockte in ſeiner Bruſt und erſtickte ihn; er fühlte ſein Herz anſchwellen; er athmete nicht mehr, er röchelte; ein eiſiger Schweiß benetzte ſeine Stirne; ſeine Arterien ſchlugen, wie wenn ſein Kopf ſich ſpalten ſollte; von Zeit zu Zeit zog ein dichter Schleier über ſeine ganz geflammten Augen; bald glitt er an dem geringſten Abhange aus, wankte bei dem


