26
„Ei! nehmen Sie boch meine Bemerkung nicht für einen Vorwurf; ol was für einen ſchlimmen Charakter haben Sie. Allons, vorwärts, vorwärts! Seitdem ich mit meinen Beinen ausziehe, ſcheint mir, daß Alles trockne; in zehn Minuten wird mir der Schweiß ausbrechen.
Bonneville brauchte nicht aufgemuntert zu werden; er ſchritt ſo raſch aus, daß Petit⸗Pierre Mühe hatte, ihm zu folgen und von Zeit zu Zeit ſich genöthigt ſah, ihm in Erinnerung zu bringen, daß ihre Beine von ſehr ungleicher Länge wären.
Aber Bonneville hatte der Eindruck der tiefen Bewegung, welche ihm der Unfall ſeines jungen Be⸗ gleiters verurſachte, noch nicht verlaſſen, und was ihm vollends den Kopf verwirrte, war, daß er in dem Gebüſch, das ihm doch ſo vertraut war, ſeinen Weg nicht mehr finden konnte.
Schon zehnmal hatte er Halt gemacht, in eine Linie eintretend, ſich umzuſchauen, und zehnmal wieder nach einem Kopfſchütteln den vorigen Weg mit einer Art von Wahnſinn eingeſchlagen.
Endlich ſagte Petit⸗Pierre, der einige Schritte ihm nacheilen mußte, bei einer neuen Zögerung zu ihm:
„Ei, laſſen Sie einmal ſehen, was es gibt, mein lieber Graf.“
„Nichts, als daß ich ein Elender bin,“ antwortete Bonneville,„daß ich mir auf meine Kenntniß der Lokalitäten zu viel herausgenommen habe, und daß... und daß.... daß wir verirrt ſind.“
„Ich fürchte.“
„Und ich bin deſſen gewiß; da iſt ein Zweig,


