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und durch ein Cabinet mit der Geſindetreppe in Verbindung ſtand, kratzen.
b Teufel kann da kommen?“ fragte er ſich elbſt.
Und er ging hin, um den Riegel zurückzuſchieben.
Die Thüre ging ſogleich auf und er erkannte Jean Oullier.
„Jean Oullier!“ rief er mit einem Ton wahr⸗ hafter Freude,„Du, da biſt Du, mein braver Jean Oullier; ha! meiner Treu, der Tag kündigt ſich un⸗ ter glücklichen Auſpicien an.“
Und er ſtreckte beide Hände dem alten Wildhü⸗ ter entgegen, der ſie mit einem unbeſchreiblichen Ausdruck von Dankbarkeit und Reſpect drückte.
Dann ſuchte Jean Oullier, ſeine Hand losma⸗ chend, in ſeiner Taſche und überreichte ihm ein gro⸗ bes, aber in Form eines Briefs zuſammengefaltetes Papier.
Der Marquis von Souday nahm es, öffnete und las.
Je weiter er las, deſto mehr erhellte ſich ſein Geſicht in unausſprechlicher Freude.
„Jean Oullier,“ ſprach er,„rufe die Mädchen; verſammle alle Welt; nein verſammle Niemand, aber putze meinen Degen, meine Piſtolen, meinen Karabiner, mein ganzes Kriegszeug; gib Triſtan Hafer; der Feldzug eröffnet ſich, mein lieber Jean Hullier, er eröffnet ſich! Bertha! Mary! Bertha!“
Auf den Ruf des Marquis waren die beiden
Nädchen herbeigeeilt. Mary hatte rothe und geſchwollene Augen. Bertha war ſtrahlend.


