Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Marquis, vergeſſen Sie das nicht, ein außerordent⸗ lich mildernder Umſtand wäre.

Wie ſo?

Ganz gewiß; hätten Sie die wirkliche Bedeu⸗ tung Ihrer Gäſte gekannt, würden Sie geduldet

haben, daß dieſelben ihre Servietten, zuſammen⸗ wickeln, wie einfache Landnachbarn? Nein, nicht wahr? Die Nußbaumſchränke vom Schloß Souday ſind nicht ſo dürftig mit Leinwand verſehen, daß die Frau Herzogin von Berry nicht bei jedem Mahl ihre friſche Serviette haben könnte. Ich bin alſo verſucht zu glauben, daß die blonde, unter einer ſchwarzen Perücke vermummte Dame nichts weiter als ein kleiner brauner Junge war.

Nur zu, immer zu, ſprach der Marquis, ſich einem Scharfſinn gegenüber, der dem ſeinigen ſo überlegen war, auf die Lippen beißend.

Aber ich gedenke nicht, mich länger dabei zu verweilen, erwiderte der General.Ich bemerkte alſo fünf zuſammengewickelte Servietten, was mir den Beweis lieferte, daß das Diner nicht ſo ſehr für uns gerichtet war, wie Sie uns wohl gkauben laſſen wollten, ſondern daß Sie uns ganz einfach unter Anderem die Schüſſeln des Herrn von Bon⸗ neville und ſeines Begleiters, welche nicht für gut fanden, uns zu erwarten, vorgeſetzt hatten.

Und nun die zweite Bemerkung? fragte der Marquis.

Iſt die, daß Mademoiſelle Bertha, die ich für ein reinliches und ſorgfältiges Mädchen halte und auch wirklich nehme, ſonderbarer Weiſe, als ich die

Chre hatte, ihr vorgeſtellt zu werden, mit Spinnen⸗