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„Und wie erfuhren Sie das?“
„Ich hörte geſtern Abend einer Unterredung meiner Mutter mit Courtin zu.“
„Wie, und bei ſo ſchönen Abſichten haben Sie es ſo lang anſtehen laſſen, Ihren Freund zu war⸗ nen,“ entgegnete Jean Oullier mit einem Ton des Zweifels und der Ironie.
„Weil die Baronin mich in meinem Zimmer eingeſchloſſen hatte, das im zweiten Stock liegt und das ich erſt dieſen Abend verlaſſen konnte, und zwar durch das Fenſter, auf die Gefahr, den Tod davon zu haben.“
Jean Oullier überlegte einige Sekunden; ſeine Vorurtheile gegen Alles, was von La Logerie kam, waren ſo ſtark, ſein Haß gegen Alles, was den Namen Michel trug, ſo tief, daß es ihm zuwider ging, den geringſten Dienſt von dem jungen Manne anzunehmen; denn trotz des Tones ſeiner naiven Offenheit fragte ſich der mißtrauiſche Vendéer gleich⸗ wohl, ob ſeine gute Geſinnung nicht einen ſchönen Verrath berge.
Inzwiſchen begriff er, daß Guérin Recht hatte, daß nur er im äußerſten Fall den Chouans ſo viel Vertrauen auf ſich ſelbſt einflößen könnte, um ſich von ihren Feinden angreifen zu laſſen; daß nur er die nöthigen Maßregeln ergreifen könnte, um deren Marſch aufzuhalten.
Auf der andern Seite ſagte er ſich, daß Michel beſſer als einer der Bauern dem Grafen von
onneville die Gefahr erklären könnte, welche ihn bedrohte, und noch immer eine ſaure Miene ma⸗ chend, ergab er ſich darein, gegen den jungen


