Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Herz derer, welche er um den Preis von tauſend Gefahren liebte, zu erobern, unſer junger Mann bei dem Gedanken, ſich an einem ſo gebrechlichen Bande über einem ſolchen Abgrund hängen zu ſehen, fühlte, wie ein kalter Schweiß über ſeinen ganzen Körper ging.

Vor ſeinen Fenſtern befand ſich eine ungeheure kanadiſche Pappel, deren Aeſte ſich auf vier oder fünf Fuß dem Balkon näherten.

An der Pappel hinunterzuſteigen, ſchien Michel, ſo ungewohnt ihm auch körperliche Uebungen waren, ein Leichtes; aber man mußte der Aeſte vorher habhaft werden, und der junge Mann rechnete nicht ſicher genug auf die Elaſticizät ſeiner Kniekehlen, um den Verſuch zu wagen.

Die Noth machte ihn ſcharfſinnig.

Er fand beim Herumſtöbern in ſeinem Zimmer ein vollſtändiges Fiſcherei⸗Geräthe, deſſen er ſich einſt bedient hatte, um gegen die Karpfen und Weiß⸗ iſche des Sees von Grandlieu zu Felde zu ziehen, ein unſchuldiges Vergnügen, welches die mütterliche Beſorgniß, ſo übertrieben ſie auch war, geſtatten zu müſſen geglaubt hatte.

Er nahm eine ſeiner Angelruthen, welche er mit einer an dem Fiſchbein hängenden Angel verſah.

Die Angelruthe ſtellte er aufrecht an das Fenſter.

Er ging an ſein Bett und nahm ein Leintuch.

In das Ende des Leintuchs knüpfte er einen Leuchter. Er bedurfte eines Gegenſtandes von einem gewiſſen Gewicht; ein Leuchter fiel ihm unter die Hand, er nahm einen Leuchter.

Er warf ſeinen Leuchter ſo, daß er auf der