Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Darauf fragte ſie ihrerſeits:

Joſeph, ſeid Ihr Eurem Bruder nicht begegnet?

Wer hat ihn den aus ſeinem Hauſe weggeführt? fuhr der Chouan fort, der entſchloſſen ſchien, Fra⸗ gen zu machen, ohne eine Antwort zu geben.

Noch einmal, Niemand; ich ſage Euch nur, er

hat gegen vier Uhr Nachmittags das Haus verlaſ⸗,

ſen, um dem Maire von La Logerie das Heidekorn zu bezahlen, welches er vorige Woche ihm für Euch abgekauft hat.

Der Maire von La Logerie? erwiderte Joſeph Picaut ſtirnrunzelnd.Ach ja, Meiſter Courtin; auch ein rechter Räuber, der! Und doch habe ich ſchon lange Paſcal geſagt und ihm noch dieſen Mor⸗ gen wiederholt, verſuche Gott nicht, den Du ver⸗ läugneſt, ſonſt wird Dir Unglück widerfahren.

Joſeph! Joſeph! rief Marianne,wagt Ihr, den Namen Gottes unter die Worte des Haſſes gegen Euren Bruder zu miſchen, der Euch ſo ſehr liebt, Euch und die Eurigen, der ſich das Brot vom Munde wegnehmen würde, um es Euren Kindern zu geben? Wenn das Unglück will, daß es bürgerliche Zwietracht in unſerem Lande gibt, iſt das ein Grund für Euch, ſie bis in unſere Hütte einzuführen? W⸗ haltet Eure Meinung, mein Gott, und laßt ihm die ſeinige: die ſeinige iſt harmlos, die Eurige iſt es nicht; ſeine Flinte hängt noch in der Hütte, miſcht ſich in keine Intrigue und droht keiner Partei, wäh⸗ rend ſeit ſechs Monaten kein Tag vergeht, wo Ihr nicht bewaffnet bis an die Zähne ausgegangen ſeid, während es ſeit ſechs Monaten keine Drohung gibt, die Ihr nicht gegen die Leute in den Städten, wo