Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Kreuzes, das er auf ſeiner Bruſt trug, in ſeinem Herzen unterhalten wurde.

Inzwiſchen hatten ſich trotz der Verſchiedenheit der Anſichten, welche häufige Streitigkeiten herbei⸗ führte, trotz der gewöhnlichen Mißhelligkeit, welche unter ihnen herrſchte, die beiden Brüder nicht ge⸗ trennt, ſondern fortwährend in Gemeinſchaft das ihnen von ihrem Vater hinterlaſſene Haus bewohnt und die Hälfte der Felder, welche es umgaben, angebaut.

Beide waren verheirathet: Joſeph mit der Toch⸗ ter eines armen Bauern; Paſcal, dem ſein Kreuz und ſeine kleine Penſion ein gewiſſes Anſehen in der Gegend gaben, hatte die Tochter eines Bürgers zu Saint⸗Philibert, eines Patrioten, wie er ſelbſt war, geheirathet.

Die Gegenwart der zwei Frauen in dem ge⸗ meinſchaftlichen Hauſe, Frauen, welche beide, die eine aus Neid, die andere aus Groll, die Gefühle ihrer Männer ſteigerten, vermehrte die Stimmung zur Zwietracht; doch lebten die zwei Brüder bis zum Jahr 1830 zuſammen.

Die Juli⸗Revolution, welche Paſcal beifällig aufgenommen hatte, weckte wieder die ganze fana⸗ tiſche Exaltation Joſephs; auf der andern Seite wurde der Schwiegervater ſeines Bruders Maire von St. Philibert, und der Vendéer und ſeine Frau ſpieen ſo viele Schmähworte gegen die Patauds*) aus, daß Madame Paſcal erklärte, ſie wolle nicht

**) Pataud bezeichnet bald einen tappigen Hund, balb einen groben, vierſchrötigen Lümmel; hier erſcheint es als ein Schimpf⸗

wort für die Anhänger der Regierung.

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