Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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hielt, um hinter dem Stamm einer Weide zu

horchen, und dann an den Büſchen hinſchlich, in der augenſcheinlichen Abſicht, dieſelbe Route wie die Sol⸗ daten einzuſchlagen.

Als er einen Buſch Heidekraut faßte, um den Felſen zu erklettern, ließ ſich einige Schritte von ihm ein leiſes Winſeln vernehmen.

Jean Oullier, denn der Mann war kein anderer als unſer Flüchtling, ging nach der Seite zu, wo er das Winſeln gehört hatte.

In dem Maße, als er näher kam, nahmen dieſe Klagen einen ſchmerzlichen Ton an.

Er bückte ſich, ſtreckte ſeine Hand aus und fühlte, daß eine weiche, warme Zunge über ſeine Hand fuhr.

Pataud! mein armer Pataud! flüſterte der Vendéer.

Es war wirklich Pataud, welcher, den Reſt ſeiner Kräfte benützend, das Ziegenfell ſeines Herrn an das Ufer gebracht und ſich jetzt niedergelegt hatte, um darauf zu ſterben.

Jean Oullier zog ſein Gewand unter dem Hund hervor und rief Pataud.

Pataud ſtieß einen langen Seufzer aus, aber rührte ſich nicht.

Jean Oullier nahm den Hund in ſeine Arme, um ihn fortzutragen, aber der Hund machte keine

ewegung mehr.

Die Hand, womit der Vendéer das Thier hielt, benetzte ſich mit einer lauwarmen klebrichen Flüſ⸗ ſigkeit.

Der Vendéer brachte dieſe Hand an ſeinen Mund und erkannte den faden Geſchmack des Blutes.