welches die Fackeln von beiden Seiten des Ufers warfen.
Das Manöver täuſchte wirklich ſeine Feinde.
Nicht vermuthend, daß er eine neue Schwierig⸗ keit zu derjenigen füge, welche ſeine Flucht an ſich zeigte, ſuchten die Soldaten ihn fortwährend an der Boulogne hinab, indem ſie ihre Musketen gleich Jägern hielten, welche das Wild erwarten und zu feuern bereit ſind, ſobald es zum Vorſchein kommt.
Darum daß das Wild ein Menſch war, wurde die Aufmerkſamkeit nur lebhafter und hitziger.
Nur ein halb Dutzend Grenadiere ſuchten an den obern Ufern der Boulogne hin; aber ſie hatten nur eine einzige Fackel bei ſich.
Das Geräuſch ſeines Athemholens ſo gut als möglich erſtickend, erreichte Jean Qullier endlich eine Weide, deren Zweige ſich über den Fluß vorſtreckten und mit den äußerſten Spitzen die Oberfläche des Waſſers berührten.
Der Schwimmer faßte einen dieſer Zweige, nahm ihn zwiſchen die Zähne, und hielt ſich, den Kopf rückwärts gebeugt, ſo, daß Mund und Naſe allein aus der Boulogne hervorragten.
Er hatte kaum wieder Athem gewonnen, als er von der Stelle aus, wo die Colonne Halt gemacht hatte und er in den Fluß getreten war, ein kläg⸗ liches Geheul vernahm.
Dieſes Geheul, er kannte es. d
„Pataud!“ murmelte er,„Pataud hier! Pataud, den ich nach Souday geſchickt habe; es muß ihm ein Unfall zugeſtoßen ſein, daß er nicht dahin ge⸗ langt iſt. O mein Gott! mein Gott!“ ſetzte er mit


