ſich zu ihm wendend,„Du biſt zwar gewöhnlich nie ſonderlich heiter, aber heute ſiehſt Du, auf Ehre, aus, als ob Du den Teufel zu Grabe trügeſt.“
„Ei!“ entgegnete der Huſar links,„trägt er den Teufel nicht zu Grabe, ſo ſieht er mir wohl aus, als trüge er ihn auf dem Kreuze.“
„Bilde Dir ein, Thomas, es ſei eine Lands⸗ männin, die Du auf dem Kreuze haſt, ſtatt eines Landsmannes.“
„Das iſt wahr,“ antwortete der erſte,„weißt Du, daß Du ein halber Chouan biſt, Thomas?“
„Sage doch, daß er ein ganzer Chouan iſt; geht er nicht alle Sonntage zur Meſſe?“
Der Jäger, an welchen dieſe Sticheleien gerich⸗ tet waren, hatte keine Zeit zu antworten; die Stimme des Generals gebot die Reihen aufzulöſen und hin⸗ ter einander zu marſchiren, da der Fußpfad ſo ſchmal geworden war, die Böſchungen ſich einander ſo ſehr genähert hatten, daß unmöglich zwei Reiter neben einander den Weg machen konnten.
Während des Augenblicks der Verwirrung, welche dieſes Manöver nothwendig verurſachte, be⸗ gann Jean Oullier ganz leiſe das bretagniſche Lied zu pfeifen, deſſen Worte ſo anfingen:
„Der Chouan iſt ein Biedermann...“
Beim erſten Wort des Liedes fuhr der Reiter unwillkürlich zuſammen.
Jetzt, da die beiden Huſaren, der eine vorn, der andere hinten waren, näherte Jean Oullier, von ihrer Wachſamkeit befreit, ſeine Lippen dem Ohr des ſchweigſamen Reiters. 3 „Ah! Du haſt gut ſchweigen,“ ſprach er, nich
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