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habe Dich den erſten Augenblick erkannt, Thomas Tinaug wie Du mich gleichfalls ſogleich erkannt haſt.“
Der Soldat ſtieß einen Seufzer aus und machte eine Bewegung mit der Schulter, welche zu ſagen ſchien, daß er gegen ſeinen Willen handle.
Aber er gab noch keine Antwort.
„Thomas Tinguy,“ fuhr Jean Oullier fort, „weißt Du, wohin Du gehſt? Weißt Du, wohin Du den alten Freund Deines Vaters führſt? zur Plünderung und Verwüſtung des Schloſſes Souday, deren Herren zu allen Zeiten die Wohlthäter Deiner Familie geweſen ſind.“
Thomas Tinguy ſtieß einen neuen Seufzer aus.
„Dein Vater iſt todt,“ ſprach Jean Oullier weiter.
Thomas antwortete nicht, aber es ſchauderte ihn auf ſeinem Sattel; die einzige Sylbe, die ſeinem Munde entſchlüpfte und nur von Jean Oullier ge⸗ hört wurde, war:
„Todt!“.
„Ja, todt,“ flüſterte der Wildhüter;„und wer wachte an ſeinem Bette mit Deiner Schweſter Roſine, als der Alte ſeinen letzten Seufzer aushauchte? die beiden jungen Fräulein von Souday, die Du wohl kennſt: Mlle. Bertha und Mlle. Mary, und dieß mit Lebensgefahr, weil Dein Vater an einem ge⸗ fährlichen Fieber ſtarb; da ſie ſein Daſein nicht verlängern konnten, haben ſie gleich zwei Engeln, die ſie auch ſind, ſeinen Todeskampf gemildert. Wo iſt Deine Schweſter jetzt, die kein Aſyl mehr hatte? Auf Schloß Souday. Ah, Thomas Tinguy, ich


