Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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machen, und angenommen, daß dieſe fünf Meilen fünf Stunden wegnahmen, mußte man ſich gegen elf Uhr auf Schloß Souday befinden.

Dieſe Stunde ſchien dem General ſehr günſtig, ſeinen Handſtreich auszuführen.

War Courtin's Bericht genau und hatten ihn ſeine Vorausſetzungen nicht getäuſcht, ſo mußten die Häupter der vendéeiſchen Bewegung in Souday ver⸗ ſammelt ſein, um mit der Prinzeſſin ſich zu beſpre⸗ chen, und es war möglich, daß ſie ſich noch nicht zurückgezogen hatten, wenn man vor dem Schloß ankam. War dieß der Fall, ſo konnte nichts hin⸗ dern, ſie alle in demſelben Netz zu fangen.

Nach einem halbſtündigen Marſch, das heißt eine halbe Meile von Montaigu, und als die kleine Co⸗ lonne über den Kreuzweg von Saint⸗Corentin ging, betete eine alte Frau in Lumpen auf den Knien vor einem Calvarienbilde.

Beim Geräuſch, welches die Truppe machte, drehte ſie den Kopf um, ſtand, wie von Neugierde getrieben, auf und ſtellte ſich an den Rand der Straße, um ſie vorbeimarſchiren zu ſehen; dann begann ſie, als ob der Anblick des geſtickten Rocks vom General ſie auf den Gedanken gebracht hätte, eines jener Gebete zu murmeln, vermittelſt deren die Bettler ein Almoſen begehren.

Officiere und Soldaten, in andere Betrachtungen vertieft und düſterer werdend, je mehr der Tag ſich ſelbſt verfinſterte, marſchirten vorüber, ohne die alte Frau zu beachten.

Hat denn Euer General dieſes Bettelweib nicht

Dumas, Wölfinnen von Machecoul. II. 3