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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Einundvierzigſter Brief.

Um vier Uhr Morgens. Ich habe Gott gedankt und gehe ab. Oh! die Kraft

iſt bei mir mit dem Glauben wiedergekehrt. Ich war

nur ſchwach, weil ich verzweifelte.

Noch einen letzten Blick!

Oh! wie das Bild getreu iſt, mein Geliebter! Ma⸗ ler, wie haſt Du gut geſehen! Dichter, wie haſt Du gut geſchildert! Das ſind die Gipfel der Pyrenäen, welche vom matten Weiß zu den Reflexen der lebhafteſten Sil⸗

berfarbe übergehen. Das ſind ihre Flanken, welche ſich

allmälig beleuchten und vom Schwarz zum Veilchenblau,

vom Veichenblau zum Hellblau hinſpielen, wie eine Licht⸗ überſchwemmung, die von den hohen Gipfeln herabſteigen würde. Das iſt der Tag, der ſich über die Ebene ver⸗ breitet, das ſind die Bäche, die wie Silberfäden glänzen, vas iſt der Strom, welcher ſich klümmt und wogt wie ein gemohrtes Band, das ſind die kleinen Voͤgel, die in den Lorbeerroſenſträuchen, in den Granathecken, in den Myrthengebüſchen ſingen; das iſt der Adler, der Koͤnig des Firmaments, der ſich im Aether dreht.

Oh! mein Vielgeliebter, wir ſind ſchon durch den Blick vereinigt, und ich ſehe, was Du ſiehſt.

Nur, von wo aus ſiehſt du es 2

Warte, warte, Dein Brief iſt hier. Oh! Delne Briefe, fie verlaſſen mich nicht einen Augenblick; wenn ich ſterbe, werden ſie auf meinem Herzen ſein, und diejenigen, welche mich in das Grab niederlegen, haben bei Strafe der Ruchloſigkeit den Auftrag, ſie mit mir zu ver⸗ ſchließen.

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