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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Tinte die ganze Atmoſphäre färbt, welche um die Ge⸗ birgskette ſchwimmt, hinter der ſich die Sonne in dieſem Augenblick erhebt. Oh! wie ſchön wäre dieſes Schau⸗ ſpiel für ein ruhiges Herz! Wie find dieſe Hügel, deren bläulicher Umriß ſich von ihren goldenen Strahlen ab⸗ hebt, ſo ſchön und anmuthig in ihrer Form! Wie iſt jene Gebirgskette rieſenhaft und prachtvoll mit ihren ſchneebedeckten Gipfeln, die in den erſten Flammen des göttlichen Geſtirnes ſich verſilbern und funkeln! Wie iſt jener große Fluß, der die Ebene durchfurcht, und deſſen Lauf gegen mich geht, ſo glatt, ſo majeſtätiſch und tiefe! Wie... ohl mein Gott!

Mein Gott! ich täuſche mich nicht; mein Gott! der Engel, den ich erflehte, den ich erwarte, er iſt alſo ge⸗ kommen, unſichtbar, aber wirklich. Mein Gott! jene Hügel, hinter denen ſich die Sonne erhebt, jener doppelte Kamm, in deſſen Mittelpunkt ſie ſich in dieſem Augen⸗ blicke ſchaukelt, jene Schneeberge, welche das Himmels⸗ gewölbe tragende ſilberne Pfeiler zu ſein ſcheinen, jener große Strom, der vom Süden nach dem Norden läuft und die benachbarten Bäche empfängt, wie ein Souve⸗ rain den Tribut ſeiner Unterthanen.... es ſind die Hügel, es ſind die Berge, es iſt der Strom, wie er mir Alles beſchrieben hat, was er von ſeinen Fenſtern aus ſieht. Mein Horizont, es iſt der ſeinige; mein Gott! haſt Du mich nur verirren laſſen, um mich beſſer zu ihm zu führen! haſt Du mir die Augen geſchloſſen, um mir das Licht zu zeigen, wenn ich ſie oͤffnen würde?

Mein Gott! mein Gott! Deine Barmherzigkeit iſt gränzenlos.

Du biſt groß, Du biſt heilig, Du biſt gut, und nur auf den Knien darf man mit Dir ſprechen.

Auf die Kniee alſo, Herz ohne Glauben, das an der Güte des Herrn gezweifelt hat; auf die Kniee! auf die Kniee! auf die Kniee!