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ſtaben, die meine Feder zeichnet, ſcheinen mir feurig zu ſein.— Ach!....
Vierzigſter Brief. Um 9 Uhr Morgens.
Ich habe ungefähr zwei Stunden einen entſetzlich bewegten Schlaf, der ſehr dem Delirium glich, geſchla⸗ fen. Ohl mein Geliebter, zum Glück ſehe ich, die Augen öffnend, daß der Tag anbricht.
Ohl mein Geliebter, welch ein ſchoͤnes Ding wäre es um den Tagesanbruch, wenn wir uns beiſammen be⸗ fänden, wenn wir mit einander, und wie ſie nach und nach verſchwänden, alle Sterne zählten, deren Namen Du weißt, und die ſich vermengen und erlöſchen im Aether einige Augenblicke, ehe die Sonne, welche ſie vertreibt, ebenfalls erſcheint. 3
Ich habe mein Fenſter geoͤffnet; mir ſcheint, es muß auf eine ungeheure Strecke gehen. Achl je groͤßer die Strecke iſt, deſto mehr bin ich verloren.
Mein Gott, iſt jene ſchöne Liebesfabel von Theſeus und Ariadne wirklich nur eine Fabel, und wird mein Gebet, mein tiefes, glühendes, ewiges Gebet, nicht von Deiner gebenedeiten Rechten einen Engel loſen, der mir den Leitfaden bringt, welcher mich zu ihm führen ſoll?
Ohl ich hoͤre, ich ſchaue, ich warte.
Nichts, nichts, mein Gott, als die Sonne, das heißt Dein Bild, die, ohne noch zu erſcheinen, mit einer rofigen


