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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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mete, hatten ſie Mitleid mit mir und brachten mich da⸗ hin, wo ich bin.

Wo ich bin, das iſt in einem Dörfchen bei Nertier, wie man mir geſagt hat; von dem Zimmer aus, welches ich bewohne, überſchaut man die Umgegend, wie es ſcheint, denn von meinem Bette aus ſehe ich nur den Himmel.

Oh!l der Himmel, der Himmel! von ihm allein er⸗ warte ich Hülfe.

Geſtern fragte ich nach dem Datum des Monats,

man antwortete mir, es ſei der 28. Juli. Ach! es ſind

mehr als zwanzig Tage, daß ich abgereiſt bin und auf

das Gerathewohl umherirre. Wo bin ich? bin ich fern

von Dir oder nahe bei Dir? Ich verlangte Papier, Tinte und Feder; doch bei den erſten Buchſtaben, die ich ſchrieb, drehte ſich mir der

Kopf, und es war mir unmdsglich, fortzufahren.

Heute Abend geht es beſſer; ich ſchrieb beinahe ohne müde zu werden, und ruhte nur dreimal aus, um die dreißig bis vierzig Zeilen zu ſchreiben, die ſchon dieſen Brief bilden.

Ich dankte der guten Frau, die mich pflegt. Ich brauche nicht mehr bewacht zu werden; es geht beſſer bei

mir, ich fühle mich ſtark. Heute Nacht werde ich es ver⸗ ſuchen, aufzuſtehen, und morgen, mich wieder auf den

Weg zu begeben. Ich ſtürbe, wenn ich unthätig hier bliebe, während

Du mich erwarteſt; denn Du erwarteſt mich, nicht wahr,

Geliebter meines Herzens, Du erwarteſt mich?

Die Taube iſt auch gut ausgeruht; ich hoffe, ſie wird längere Fluge leiſten und mich folglich raſcher in Deine Nähe bringen koͤnnen.

Ich gedachte die Nacht hindurch zu ſchreiben, doch ich hatte zu viel Vertrauen auf meine Kräfte geſetzt; ich muß innehalten, ich muß Dir Lebewohl ſagen; meine Oh⸗ ren klingeln, Alles ſchwankt um mich her, und die Buch⸗