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Herzen erſtanden, oder dieſe Hoffnung iſt vielmehr eine Erleuchtung von Oben.
Horch auf! Von meinem Fenſter aus bin ich ſo oft mit dem Auge dem Fluge unſerer Taube in der Minute ihres Abgangs gefolgt, daß ich, ohne mich zu irren, wenigſtens zwei bis drei Meilen in derſelben Richtung, wie ſie, machen kann. Sie flog über die Quellen des brei⸗ ten kleinen Fluſſes hin, der ſich bei Foix in die Ariége wirft. Sie mußte über den kleinen Wald von Amourtier, bher die Salat, zwiſchen Saint⸗Girons und Ouſt, paſ⸗ ſieren.
Höre alſo, was ich thun will. Ich werde das Kleid einer Pilgerin anlegen und auf Nachforſchungen nach Dir ausziehen; ich gedenke bis zu dem Doͤrſchen Rieupregan zu gehen; ich verlor ſie immer in der Rich⸗ tung dieſes Dörfchens aus dem Blick, und wenn ich daſ⸗ ſelbe hinter mir habe, nun! ſo verlaſſe ich mich auf ſie. Sie kann, wenn ſie fliegt, mit jedem Fluge eine Ent⸗ fernung von ungefähr hundert Schritten zurücklegen. Gut! ſie wird hundert Schritte fliegen, dann ausruhen und, mir als Führerin dienend, abermals hundert Schritte fliegen. Ich werde ihr folgen, wie die Hebräer der Feuer⸗ ſäule bei Nacht und der Rauchſäule bei Tag folgten, denn ich ſuche auch das gelobte Land auf, und ich werde es finden, oder vor Ermattung und Schmerz unter We⸗ ges ſterben.
Ach! ich weiß, der Weg wird lang ſein! arme Taube, verzeihe mir, daß ich dich muß leiden laſſen, ſanfte Märtyrin unſerer Liebe! die arme Taube wird nicht mehr als eine bis zwei Meilen im Tage machen koͤnnen; gleichviel, mein Vielgeliebter, müßte ich den Reſt meines Lebens Dich ſuchend aufbrauchen...ohl ja, ich werde Dich ſuchen bis an das Ende meiner Tage.
Ich breche alſo auf, ohne Verzug, heute noch. Ich habe unſerer Superiorin Alles geſagt, Deinen Namen ausgenommen. Es iſt eine fromme, würdige Frau, die


