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Dreiunddreißigſter Brief.
Am 6. Juli, um 5 Uhr Morgens.
Wir ſind verflucht! oh! mein vielgeliebter Graf, was ſoll aus uns werden! Es bleibt mir alſo nichts mehr übrig, als in der Verzweiflung und in den Thrä⸗ nen zu ſterben. Sie kann nicht fliegen; nach hundert Schritten erlahmte ihr Flügel. Sie traf auf die letzten Zweige eines Pappelbaums, über welchen ſie hinſtreichen wollte; ſie ſtieß ſich daran und ſiel von Zweig zu Zweig bis zur Erde.
Ich lief ihr mit ausgeſtreckten Armen, mit gebroche⸗ nem Herzen nach; mein ganzer Lauf war nur ein Seuf⸗ zer, der in einem Schmerzensſchrei endigte. Ich hob ſie auf, und nach einem Augenblick der Ruhe verſuchte ſie es von ſelbſt, zum zweiten Mal wegzufliegen; doch ſie iſt zum zweiten Mal niedergefallen, und ich, ich fiel neben ſie, wälzte mich in der Verzweiflung auf der Erde und raufte mit meinen Händen und meinen Zähnen das Gras aus.
Mein Gott! mein Gott! was ſoll aus mir werden? Ich war zu ſtolz, zu glücklich, zu ſicher meines Glückes, ich hielt es in meiner Hand, das Verhängniß hat ſie mir geöffnet, und mein theurer Schatz iſt mir entwichen.
Oh! Herr, Herr! wirſt Du mir denn nicht eine Eingebung, ein Licht, eine Flamme ſchicken!
Herr! Herr! ſtehe mir bei! Herr, ſchaue mich mit Erbarmen an. Herr! Herrl ich werde wahnſinnig.
Warte, warte.
Gottes Güte, Du haſt mich erhört.
Vernimm, Geliebter, es iſt eine Hoffnung in meinem


