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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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gen wäre ſie geheilt geweſen, wenn er ihr den Flügel ab⸗ geſchnitten hätte.

Doch ich habe mich dem widerſetzt; ich bin vor ihm auf die Kniee gefallen und habe zu ihm geſagt:

Dieſer Flügel, den Ihr abſchneiden wollt, mein Le⸗ ben hängt an ihm. Sie muß fliegen! ſie muß fliegen!

Das iſt ſchwierig, erwiederte er,und ich ver⸗ moͤchte nicht dafür zu haften; ich werde indeſſen Alles hiefür thun. In jedem Fall würde ſie erſt in vierzehn Tagen oder in drei Wochen fliegen.

Gut, in vierzehn Tagen oder in drei Wochen; doch ſie fliege! ſie fliege!

Ihr begreift wohl, mein Freund, meine ganze Hoff⸗ nung beruht auf ihr.

Man hat ihr den Flügel an den Leib gebunden; mir ſcheint, ſie begreift das, die arme Kleine; ſie macht keine Bewegung und ſchaut nur mich an.

Ich habe in ihre Nähe Waſſer und Futter geſtellt. Uebrigens hat ſie auch meine Hand, um ihr Futter dar⸗ aus zu nehmen.

Was ſoll ich mittlerweile thun, damit Ihr erfahret, was geſchehen iſt? Welchen Boten ſoll ich abſchicken, der Euch finden würde? Gegen welchen Punkt des Himmels ſoll ich mich wenden, um, wie der im Ocean verlorene Schiffbrüchige, mein Nothzeichen zu machen?

Warum iſt nicht einer von meinen Armen gebrochen, ſtatt einer von ihren Flügeln?