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Erſtaunen, mit Bedauern ſogar den Brief an, der an ihre Flügel gebunden war.
Ich kam mit ausgeſtreckten Armen in ſeine Naͤhe. Ich konnte nicht mehr ſprechen und rief nur: Oh! wehe! ohl wehel ohl wehe!
Vier Schritte von ihm blieb ich, erbleichend, im Herzen getroffen, niedergeſchmettert, ſtehen; dieſer Mann, dieſer Kapitän, derjenige, welcher unſere Taube verwun⸗ det hatte, war derſelbe, den ich in der Nacht auf dem Schlachtfelde von Caſtelnaudary geſehen. Es war jener Biteran, der auf Euch geſchoſſen und Euch vom Pferde geworfen hatte.
Wir erkannten uns.
Oh! ich ſage Euch, da kam ſeine Bläſſe beinahe der meinigen gleich; er ſah mich als Nonne angethan und begriff, daß er es war, der mich in dieſes Kleid ge⸗ hüllt hatte.
„Ohl Madame,“ murmelte er,„ich bin in der That ſehr unglücklich.“
Und er reichte mir unſere arme Taube, die in ſeiner
Hand zappelte und zu Boden fiel,
Ich hob ſie auf; zum Glück war ihr nur ein Flü⸗ gel gebrochen. Doch ſie beſaß das Geheimniß Eurer Wohnung, mein Vielgeliebter. Dieſes Geheimniß nimmt ſie mit ſich fort. Wo und wie werde ich Euch nun fin⸗ den, wenn ſie nicht mehr zu Euch fliegen kann?
Fliegen, um Euch zu ſagen, wo ſch bin; um Euch
zu ſagen, daß ich frei bin, um Euch zu ſagen, daß wir glücklich ſein werden?
Ohl es iſt ſicherlich eine Seele in dieſem armen, kleinen Geſchöpf. Oh! wenn Ihr ſie geſehen hättet,
mein vielgeliebter Graf, wie ſie mich anſchaute, während
ich ſie ins Kloſter zurücktrug, indeß ihr Mörder unbeweg⸗
lich und ohne Stimme mir folgte, als ich mich entfernte, wie er mich hatte durch das blutbeſpritzte Gras jener


