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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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„Monſeigneur, Monſeigneur, wie ſoll ich es machen, um Euch zu danken?“

„Das iſt ſehr leicht: wenn man Euch um Eure Meinung über mich fragt, antwortet, ich wiſſe zu ſtrafen und zu belohnen. Den lebenden Verräther Montmorency habe ich beſtraft; den redlichen Lautrec habe ich im Tode belohnt. Geht, meine Tochter, geht.“

Ich küßte ihm noch zehnmal die Hände und folgte dem Pater Joſeph.

Eine Stunde nachher brachte er mir die Bulle, die mein Gelübde löſte.—

Ohne eine Minute zu verlieren, reiſte ich ab, meine Bulle auf dem Herzen und ſicherlich inbrünſtiger gegen Gott, ſeitdem er mir mein Wort zurückgegeben, als ich es je zuvor geweſen war.

Ich brauchte zu meiner Rückkehr nur dreizehn Tage, und nun bin ich hier und ſchreibe Euch, mein Vielge⸗ liebter, nicht Alles, was ich Euch zu ſagen habe, denn ſonſt würde ich Euch einen Band ſchreiben, und Ihr wür⸗ det acht Tage lang nicht wiſſen, daß ich frei bin, daß ich Euch liebe, und daß wir glücklich ſein werden.

Ich ſchließe eiligſt, damit Ihr dieſe reiche Kunde eine Minute früher erfahret.

Die Pferde werden angeſpannt bleiben, und bei der Rückkehr der Taube reiſe ich ab.

Sagt mir nun, wo Ihr ſeid, und erwartet mich.

Gehe, Taube: ich habe Deiner Flügel nie ſo ſehr bedurft.

Gehe und komm zurück.

Du hörſt, mein Geliebter: nichts Anderes, als den Ort, wo ich Dich finden werde. Du ſollſt unſere Wie⸗ dervereinigung nicht um eine Minute verzögern, und ge⸗ ſchähe es nur, um die drei beſeligenden Worte:„Ich liebe Dich!..“ zu ſchreiben.

Gehe und komm zurück.