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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
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„Ihr habt keine Entſchuldigung?“ ſagte der Her⸗ og. Ich rang die Hände vor Schmerz.

„Nun, ſo muß ich eine finden, eine etwas weltliche vielleicht,“ fügte er bei.

„Ohl unterſtützt mich, helft mir, Monſeigneur, und Ihr ſollt von mir geſegnet werden bis zum letzten Seuf⸗ zer meines Lebens.“

„Es ſei! als Miniſter von Koͤnig Ludwig XIII. will

ich nicht, daß ein ſo ſchoͤner und redlicher Name, wie

der, welchen Ihr führt, vergehe; Euer Name iſt eine von den wahren Glorien Frankreichs, und die wahren Glorien Frankreichs ſind mir theuer.“

Dann ſchaute er mich feſt an und fragte mich:

„Ihr liebt Einen?“

Ich beugte meine Stirne bis in den Staub.

„Ja, ſo iſt es,“ fuhr er fort,„ich habe es erra⸗ then, Ihr liebt Einen; iſt der, welchen Ihr liebt, frei?“

„Ja, Monſeigneur.“

„Er weiß den Schritt, den Ihr gethan habt, und wartet?“

„Er wartet.“

„Es iſt gut. Dieſer Mann wird ſeinem Namen, welcher es auch ſein mag, dem Namen Lautree beifügen, damit der Name des Siegers von Ravenna und Brescia un⸗ vergänglich bleibe wie ſein Gedächtniß, und Ihr werdet frei ſein.“

„Oh! Monſeigneur!“ rief ich, indem ich ſeine Füße te.

Er hob mich auf; ich keuchte vor Freude.

Er winkte dem Pater Joſeph; dieſer kam herbei.

„Führt Fräulein Iſabelle von Lautrec dahin zurück, wo Ihr ſie geholt habt,“ ſagte der Cardinal,„und in einer Stunde werdet Ihr ihr die Bulle bringen, die ſie ihrer Gelübde entbindet.“

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